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Die Familie Josephy.
Lebenswege einer deutsch-jüdischen Familie aus Schwaan. 1714-2012.

Die Familie Josephy. Lebenswege einer deutsch-jüdischen Familie ...

Historisch anschaulich und mit beeindruckenden Dokumenten und Archivmaterialien belegt, dokumentiert die neue Buchpublikation des Max-Samuel-Hauses das Leben und vielfältige Wirken der deutsch-jüdischen Familie Josephy über einen Zeitraum von 11 Generationen, das im mecklenburgischen Schwaan seinen Anfang nahm.

Im beginnenden 18. Jahrhundert waren die Josephys rechtlos. Ihre Existenz in der feudalen Gesellschaft blieb abhängig von Fürstengunst. Als "Schutzjuden" bauten sie sich in Schwaan mühsam ihre Lebensgrundlage auf. Hundert Jahre später erlebten sie 1813 erstmalig eine kurze Gleichstellung. Auch deren Aufhebung konnte ihren Willen zur Selbstentfaltung und ihre Forderung nach bürgerlichen Rechten nicht brechen. Sie eroberten sich als Kaufleute ihren Platz in der kleinstädtischen Gesellschaft. In der Synagoge rangen sie um die religiöse Ausrichtung. Das Kaiserreich vollzog 1871 ihre Gleichberechtigung. Sie erschlossen sich neue Geschäftsfelder, nutzten die Chance des wirtschaftlichen Aufschwungs.

In Deutschland wurden die Josephys ab 1933 verfolgt, verloren ihre Arbeit und ihre Bildungschancen. Als erste wanderten die jungen Familienmitglieder aus. Die Männer verhaftete man in der Pogromnacht im November 1938. Danach versuchten auch die Älteren aus Nazi-Deutschland wegzukommen. Sieben Familienmitglieder wurden Opfer des Holocaust. Die Emigranten fanden eine neue Heimat, die Familie verteilte sich auf drei Kontinente. Im beginnenden 21. Jahrhundert wächst in Kanada, Costa Rica, Großbritannien, Israel, in der Schweiz und den USA die jüngste Generation der Familie Josephy auf. In Deutschland lebt heute kein Familienmitglied mehr.

Autoren: Frank Schröder, Steffi Katschke * Rostock 2012. 216 Seiten

Hinweis: Dieses Buch ist ausverkauft. Eine Nachauflage ist aktuell nicht geplant. Sie finden das Buch nur im Bibliotheksbestand des Max-Samuel-Hauses.

 
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