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Neuigkeiten und aktuelle Veranstaltungen

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Veranstaltungen des Max-Samuel-Hauses
Februar 2020






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Die Konrad-Adenauer-Stiftung M-V präsentiert eine
Lesung und Gespräch mit
Igal Avidan: “Mod Helmy. Ein muslimischer Held – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete"
Freitag, 7. Februar um 18.00 Uhr
Eintritt: Frei

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber.
Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen.
Der Journalist Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzigartige Geschichte nach.
Igal Avidan wurde 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik und dann in Berlin Politikwissenschaft studiert.
Seit 1990 arbeitet der Nahostexperte als Publizist und freier Berichterstatter aus Berlin für israelische und deutsche Zeitungen und Hörfunksender.

Mod Helmy_ __Einladungskarte





Zur Vorstellung des gemeinsamen Gedenkbuchs der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und des Instituts für Zeitgeschichte München/Berlin
Michael Buddrus; Sigrid Fritzlar: Juden in Mecklenburg 1845-1945. Ein Gedenkbuch
sind Sie herzlich eingeladen am
Mittwoch, 12. Februar um 19.00 Uhr
im Max-Samuel-Haus, Schillerplatz 10, 18055 Rostock
Eintritt: Frei

Mit einem bundesweit einzigartigen Gedenkbuch zur Geschichte der Juden in Mecklenburg wird die Zeit zwischen 1845 und 1945 nachgezeichnet. Detailliert werden zahlreiche Aspekte des jüdischen Lebens in Mecklenburg wie Herkunft, Bildung, Sozial- und Berufsstrukturen oder Auswanderungen aufgearbeitet. Damit geht die Publikation weit über den Ansatz anderer Gedenkbücher in der Bundesrepublik hinaus.
Das Gedenkbuch umfasst insgesamt etwa 1500 Seiten. Band 1 ist ein Textband, in dem die Geschichte der Juden in Mecklenburg und insbesondere ihre Entrechtung, Verfolgung und Ermordung nach 1933 nachgezeichnet werden. Soweit recherchierbar, wurden für Band 2 alle zwischen 1845 und 1945 in Mecklenburg lebenden Juden erfasst und namentlich mit Kurzbiographien (z. T. mit Abbildungen) aufgeführt. Insgesamt handelt es sich um rund 7.200 Namen.
Nach der Eröffnung durch die Leitung des Max-Samuel-Hauses stellen die Autoren Dr. Michael Buddrus, Sigrid Fritzlar und Angrit Lorenzen-Schmidt das Gedenkbuch vor. Anschließend wird in einem Gespräch der Autoren mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Rostock, Juri Rosov, und Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, über jüdisches Leben in Mecklenburg damals und heute diskutiert. Es moderiert Dagmar Amm, Journalistin aus Rostock.
Um Anmeldung unter poststelle@lpb.mv-regierung.de wird gebeten.

Das Gedenkbuch ist an diesem Abend und im Shop der LpB MV (www.lpb-mv.de) erhältlich.


Gedenkbuch Bestellschein




Vortrag und Gespräch
Dr. Wolfgang Kraushaar: „Mordanschlag auf Münchner Synagoge“
Dienstag, 18. Februar um 18.30 Uhr
Eintritt: 5,-€ (unter 18 Jahre frei)

Vor einem halben Jahrhundert starben sieben Holocaust-Überlebende
Der 13. Februar 1970 war ein Freitag. Kurz vor 21 Uhr ging bei einer Funkstreife ein Notruf ein: “Zimmerbrand in der Reichenbachstraße 27, IV. Stock.”
Unmittelbar darauf waren rund um den Gärtnerplatz die ersten Alarmsirenen zu hören. Betroffen war das ganz in der Nähe des dortigen Staatstheaters gelegene Gemeindehaus der Israelitischen Kultusgemeinde. Die Flammen breiteten sich in rasender Geschwindigkeit aus. Im Treppenhaus entstand eine Sogwirkung wie in einem Kamin; zu diesem Zeitpunkt haben sich 26 Personen in dem Haus aufgehalten.
Nach nur wenigen Minuten traf ein erster Löschzug der nahegelegenen Hauptfeuerwache am Unglücksort ein (Foto links). Zu diesem Zeitpunkt brannten die beiden Stockwerke im ausgebauten Dachstuhl bereits lichterloh. Von den drei anderen Obergeschossen stand bis dahin nur das Treppenhaus in Flammen. Eilends wurden Drehleitern ausgefahren, um die Bewohner der oberen Stockwerke zu retten.
Unter den älteren, zumeist hilflosen Bewohnern breitete sich zunehmend Panik aus. Einige standen vor Schreck wie gelähmt an den Fenstern, andere versuchten, auf das Dach zu klettern, um sich dort in Sicherheit zu bringen. Welche Bilder es waren, die ihnen in Todesangst durch den Kopf schossen, wurde aus einem der Hilferufe klar: “Wir werden vergast und verbrannt!” Wie sich nur zu rasch herausstellte, fanden sieben Bewohner dabei den Tod.
Doch wer hatte den infamen Anschlag zu Beginn des Sabbats begangen?
Der Politikwissenschaftler Dr. Wolfgang Kraushaar wird über die Ermittlungsergebnisse der Behörden und die mutmaßlichen Hintergründe der antisemitischen Tat berichten und die Frage erörtern, warum es bis heute nicht gelungen ist, den oder die Täter zu identifizieren.


München Brandanschlag 1970




Aktuelle Ausstellung:
Das Schiff
Rostock – Santiago de Chile
Bilder eines Lebens im Exil 1934 – 1964
Ein fotografisches Projekt von Irma Bernhard
22. August 2019 - 20. Februar 2020

Die Geschichte hinter dem Fotoprojekt Das Schiff / Rostock-Santiago ist inspiriert von der Emigration meines Vaters Joachim Bernhard, seiner Familie aus Rostock und seiner Reise nach Chile, dem fernen und unbekannten Land in Südamerika, in das sie zu Beginn des Zweiten Weltkriegs als Einwanderer kamen.
Diktatur und Antisemitismus im nationalsozialistischen Deutschland führten zum Ende ihres glücklichen Familienlebens und lösten die Reise des jungen Joachim im Alter von 16 Jahren aus: Er wurde 1934 von seinen Eltern nach Chile geschickt. Sie sollten ihm fünf Jahre später folgen.
Zu den wichtigsten Dingen, die mein Vater mit sich nahm, gehörte seine wertvolle Kamera, mit der er alles fotografierte - vom ersten Tag, an dem er sein Zuhause verließ, um auf eine Reise ohne Wiederkehr zu gehen, bis zu seiner Ankunft in Valparaiso. Dabei hielt er Tag für Tag die Einzelheiten seiner Schiffsreise fest.
In dieser umfangreichen Sammlung von Fotografien, Briefen und Zeugnissen offenbaren mein Vater und meine Großeltern emotionale Eindrücke ihres Exils, ihre starke Bindung an die Heimat, die ihnen genommen wurde; sie reflektieren Kultur und Leben in Chile.
Das Bedürfnis, ihre Geschichten vor dem Vergessen zu bewahren, hat mich dazu veranlasst, dieses Projekt zu erstellen und in einen visuellen Corpus zu verwandeln. Das Projekt Das Schiff/Rostock-Santiago visualisiert die erzwungene Auswanderung und ist ein Zeugnis des Lebens von Einwanderern in Santiago de Chile. Es soll den Betrachter dazu anregen, über die Bedeutung eines Neubeginns im Leben nachzudenken.
Irma Bernhard

Flyer - Das Schiff


Allgemeine Informationen zur Ausstellung


Ausstellungszeitraum: 22. August 2019 - 20. Februar 2020
   
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 10.00 - 16.00 Uhr und nach Absprache
   
Kuratorin: Irma Bernhard
   
Führungen: Sonntag, 09.02.2020 um 15.00 Uhr
  Donnerstag, 20.02.2020 um 17.00 Uhr
Führungen werden begleitet durch: Steffi Katschke, Dr. Ulf Heinsohn
   
Eintritt: zur Ausstellung: 3,-€ • bei Führungen: 5,-€
  (für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren freier Eintritt)
   
  Führungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich. Bitte sprechen Sie uns an!





 
 
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