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Neuigkeiten und aktuelle Veranstaltungen

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Sie haben aber auch die Möglichkeit, sich den Veranstaltungskalender auszudrucken.


Veranstaltungen des Max-Samuel-Hauses
Juni - Juli 2019





Vortrag in der Reihe „Israel im Blick – Ein etwas anderer Reiseführer“
Dr. Kai Seyffarth: "Syrien und Palästina bei Friedensschluß" – ein 100 Jahre alter Blick in die Zukunft Israels
Freitag, 14. Juni um 19.00 Uhr

Eintritt: 3,-€ (bis 18 Jahre frei)

Walter Rößler (1871-1929), deutscher Konsul in Jaffa und Aleppo, verfasste 1919/1920 die Denkschrift „Syrien und Palästina bei Friedensschluß“.
Dabei blickte er voraus in die Zukunft der jüdischen Heimstätte in Israel. Als Zeitgenosse des frühen Zionismus sowie Zeuge der Gewalt gegen Minderheiten im Orient, besonders während und nach dem Ersten Weltkrieg, bedachte Rößler Chancen und Schwierigkeiten, denen sich die jüdische Führung gegenübersehen würde. Für einige der benannten Probleme gibt es bis heute keine überzeugenden Lösungen.
Erstaunlich klarsichtig erkannte Rößler die Lage der Region und die Aussichten des jüdischen Staates. Seine Analyse hat auch nach 100 Jahren nicht an Aktualität verloren. Zugleich hilft sie uns, die komplexen Beziehungen im Nahen Osten besser zu verstehen.
Als Autor eines Buches über Walter Rößler und sein Wirken entdeckte der aus Rostock stammende Kai Seyffarth in Rößlers Nachlass dessen unveröffentlichtes Manuskript. Anhand der Denkschrift geht Seyffarth auch auf die aktuelle Situation in Israel ein, soweit sie aus den schon vor 100 Jahren absehbaren Problemen erwächst.
Der Vortragende wird für Rückfragen und Gespräch zur Verfügung stehen.


Walter Rößler




Vortrag
Dr. Luise Hirsch/Heidelberg: Vom Schtetl in den Hörsaal. Jüdinnen im Studium
Montag, 17. Juni um 19.00 Uhr

Eintritt: 5,-€ (bis 18 Jahre frei)

Die Zulassung der ersten Studentinnen an deutschen Universitäten um 1900 war wesentlich jüdischen Frauen aus dem Russischen Reich zu verdanken:
Als Töchter jüdischer Geschäftsfrauen waren sie zu Stärke und Unabhängigkeit erzogen worden. Dieses kulturelle Kapital konnten sie nutzen, um sich den Weg in schweizerische und deutsche Universitäten zu erkämpfen. Sie wurden damit zu Vorkämpferinnen für alle Frauen, die ihrem Beispiel folgten und erfolgreich an einer deutschen Universität studierten. Dr. Luise Hirsch beschreibt, wie das traditionelle Judentum ungeplant die ersten akademisch gebildeten Frauen hervorgebracht hat, und welche unterschiedlichen Lebenswege diese Frauen nach dem Studium eingeschlagen haben.
Dr. Luise Hirsch hat Neuere Geschichte und Judaistik an der Freien Universität Berlin studiert. Sie lebt in Heidelberg.


Die jüdische Medizinstudentin Gertha Kroto (1893–1973) mit Leiche in der Pathologie




Vortrag
Dr. Tim Peppel/Leibniz-Institut für Katalyse, Rostock:
Rekonstruktion von Biografien jüdischer Studenten und Studentinnen der Medizin und Naturwissenschaften an der Universität Rostock in der digitalisierten Welt
Mittwoch, 3. Juli um 19.00 Uhr

Eintritt: 5,-€ (bis 18 Jahre frei)

Durch die Neuregelung des deutschen Personenstandsgesetzes im Jahre 2009 und der damit verbundenen Nutzung von Personenstandsregistern vor allem zu Forschungszwecken, haben sich im letzten Jahrzehnt völlig neue Möglichkeiten zur Rekonstruktion von Biografien ergeben. Im Zuge der rasch voran schreitenden Digitalisierung solcher Primärquellen, konnten auch lange unbekannte Biografien jüdischer Studenten und Studentinnen der Medizin und Naturwissenschaften an der Universität Rostock erfolgreich rekonstruiert werden. So wurde zum Beispiel durch den Vortragenden erst kürzlich das persönliche als auch wissenschaftliche Lebenswerk von Else Hirschberg (1892-1942), die als erste Chemieabsolventin der Universität Rostock gilt, publiziert. Im Vortrag sollen Ausgangsbedingungen und Möglichkeiten zur Nutzung von digitalisierten Personenstandsregistern aufgezeigt und exemplarisch die Biografie von Karl Werner Posnansky (1908-1967) näher beleuchtet werden.
Dr. Tim Peppel ist promovierter Chemiker und beschäftigt intensiv mit der Geschichte der Chemie und der Katalyse. Er lebt in Rostock.


Tim Peppel_Karl Werner Posnansky - erstes US-Patent




Lesung in der Reihe "Israel im Blick – Ein etwas anderer Reiseführer"
Katharina Höftmann: Guten Morgen, Tel Aviv! Geschichten aus dem Holy Land
Freitag, 5. Juli um 18.00 Uhr

Eintritt: 3,-€ (bis 18 Jahre frei)

Katharina Höftmann (geb. 1984 in Rostock) lebt in Tel Aviv, ist Journalistin und erfolgreiche Buchautorin. Ihre Kolumne „Guten Morgen, Tel Aviv“, in der sie für DIE WELT ihr Alltagsleben beschrieb, ist 2011 als Buch erschienen und seitdem zu einer Art „Israel–Bibel“ geworden. Inzwischen hat sie sieben Sachbücher und Kriminalromane veröffentlicht, daneben schreibt sie u.a. Texte für DIE WELT, Myself und Merian.
Aus dem Klappentext: Israel. Land der Heiligen, Kleinod religiöser Fanatiker, Zentrum politischer Diskussionen. Es ist ein Land, das die Massen spaltet – und seit Kurzem das neue Zuhause von Katharina Höftmann. Hier lebt sie mit ihrem israelischen Freund, lernt Hebräisch und arbeitet als Journalistin. Und sie wundert sich, wie man plötzlich zur deutschen Fußballexpertin mutiert, warum sie in Israel vermutlich den Kältetod sterben wird und wieso alle Israelis immer in Gruppen auftreten. Und natürlich ringt sie immer wieder mit der israelischen Mischpoke ihres wunderbaren Lebensbegleiters. Eine charmante Liebeserklärung an ein verrücktes Land.



Aktuelle Ausstellung:
Juden in 600 Jahren Universität
22. Mai 2019 - 31. Juli 2019

Das Max-Samuel-Haus befasst sich in seiner neuen Ausstellung mit jüdischen Studenten, Professoren und Mitarbeitern in der 600 jährigen Geschichte der Rostocker Alma Mater. In Kurzbiografien wird eine Auswahl an Personen in den Räumen des Hauses gezeigt. Die Ausstellung wird begleitet von Führungen und Vorträgen.


Plakat Jüdische Studenten


Allgemeine Informationen zur Ausstellung


Ausstellungszeitraum: 22. Mai 2019 - 31. Juli 2019
   
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 10.00 - 16.00 Uhr und nach Absprache
   
Führungen: Dienstag, 25.06.2019 um 17.00 Uhr
  Dienstag, 16.07.2019 um 17.00 Uhr
  Mittwoch, 31.07.2019 um 17.00 Uhr
   
Eintritt: zur Ausstellung: 3,-€ • bei Führungen: 5,-€
  (für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren freier Eintritt)
   
  Führungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich. Bitte sprechen Sie uns an!



Veranstaltungskalender August - Dezember 2019:
Weitere Veranstaltungen werden noch bekannt gegeben.

Ausstellungseröffnung
Das Schiff – Eine Photoausstellung zur Familie Bernhard
Eröffnung: Ende August

Vortrag
Malte Ristau: Palästina in der Darstellung von Karl May
Dienstag, 17. September um 19.00 Uhr
Eintritt: 3,-€ (bis 18 Jahre frei)

Lesung
Dr. Kristine von Soden: „Und draußen weht ein fremder Wind…“ Über die Meere ins Exil
Dienstag, 24. September um 18.00 Uhr
Eintritt: 5,-€ (bis 18 Jahre frei)

Im Rahmen der 4. Jüdischen Kulturtage - 16. Oktober bis 6. November 2019
Eine musikalische Lesung
Jüdische Gauchos – Musik und Rezitation Lucian Plessner
Dienstag, 29. Oktober um 19.00 Uhr
Eintritt: 10,00 €/ 8,00 € (ermäßigt für Jugendliche unter 18 Jahren und Studenten)

In Kooperation mit „Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.“
Vortrag
Dr. Armin H. Flesch: Die Erben der Arisierung
Mittwoch, 23. Oktober um 18.30 Uhr
Eintritt: 5,-€ (bis 18 Jahre frei)

Konzert
Marie-Luise Böning und Lena Sophia Schmidt sind Nymphetamin
Verfemt. Verfolgt. Geliebt. - Lieder einer Vertriebenen -
Dienstag, 19. November um 19.00 Uhr
Eintritt: 10,00 €/ 8,00 € (ermäßigt für Jugendliche unter 18 Jahren und Studenten)


 
 
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