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Neuigkeiten und aktuelle Veranstaltungen

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Veranstaltungen des Max-Samuel-Hauses
Februar - März 2018





Dia-Vortrag in der Reihe
Israel im Blick – Ein etwas anderer Reiseführer
Silke Rauhe: „Zwei Rostocker in Israel 1990: DDR und Kibbuz im Umbruch
Mittwoch, 21. Februar
Beginn: 18.00 Uhr

Eintritt: 3,00 € / frei (Jugendliche unter 18 Jahren und Studenten)

Silke Rauhe erzählt von ihrer Zeit in Israel als Freiwillige in den Kibbuzim Giv'at Chaim und Harduf im Sommer 1990. Die Reise war inspiriert durch Vorträge und Begegnungen mit Ya'akov Zur (1924-2013), selber Kibbuznik, der Mitte der 1980er Jahre in Rostock über Land und Leute Israels, seiner zweiten Heimat, berichtete. Mit der Wende konnten Silke Rauhe und ihr Freund den vorher undenkbaren Plan verwirklichen und Land und Leute Israels selbst erleben.
Der Abend bietet eine anregende Präsentation der Eindrücke Silke Rauhes in Wort und Bild. Die Wende in der DDR und die Veränderungen in vielen Kibbuzim boten den beiden DDR-Bürgern und ihren Gastgebern reichlich Stoff für spannende Gespräche über sozialistische Ideen und ihre praktische Umsetzung. So initiierten die Auftritte Ya'akov Zurs, des Ex-Rostockers und ab 1994 Ehrenbürgers Rostocks, den Bau von Brücken zwischen seiner ersten und zweiten Heimat. Die von Ya'akov Zur mitbegründete Begegnungsstätte für jüdische Kultur und Geschichte im Max-Samuel-Haus präsentiert auch in seinem Sinne in ihrer Reihe „Blick auf Israel - der andere Reiseführer“ solche Brücken.


Kibbutz Harduf




Zeitzeugengespräch im Rahmen der Ausstellung das Musikerpaar Hanning Schröder & Cornelia Auerbach
Nele Hertling erinnert sich an ihre Jugend in Mecklenburg (1944-1952)
Sonntag, 4. März
Beginn: 15.00 Uhr

Eintritt: 5,00 € / frei (Jugendliche unter 18 Jahren und Studenten)

Nele Hertling, geb. Schröder (Jg. 1934), wird im Gespräch mit Ulf Heinsohn über ihre Kindheit und Jugend in Mecklenburg berichten.
Das einzige Kind des Komponisten Hanning Schröder und der Musikwissenschaftlerin Cornelia Schröder-Auerbach wuchs in Berlin-Zehlendorf auf. 1943 schickten ihre Eltern sie in den Chiemgau, um sie vor Bombenangriffen und Verfolgung sicher zu wissen. Ihre Mutter, die laut Nazigesetzgebung als Jüdin galt, flüchtete mit ihr 1944 nach Dargun. Mit einer Tarnidentität als Organistin und Leiterin des Kirchenchores bei Pastor Johannes Rienau und seiner Familie blieben Cornelia und Nele unentdeckt. Mit Kriegsende im Mai 1945 wurden sie von der ständigen Unsicherheit befreit, entdeckt und verhaftet zu werden.
Zusammen mit den Nachbarskindern, viel auf sich allein gestellt, spielte Nele häufig Theater, wobei sie ihre Leidenschaft für die Bühne entdeckte - später konnte sie diese zu ihrem Beruf machen. Sie besuchte zwischen 1948 und 1952 das Gymnasium am Goetheplatz in Rostock und wohnte bei Ihrem Onkel und der Tante Frio und Paula Schröder im Fischerbruch.
Nele studierte 1953-58 an der Humboldt-Universität, gründete und leitete das Hebbel-Theater in Berlin, 2006-15 war sie Vizepräsidentin und seit 2017 Direktorin der Sektion Darstellende Kunst der Akademie der Künste, Berlin.


Nele Hanning und Cornelia Schröder




Buchpräsentation
Robert Kain: Otto Weidt. Anarchist und »Gerechter unter den Völkern«
Donnerstag, 22. März
Beginn: 18.00 Uhr

Eintritt: 5,00 € / frei (Jugendliche unter 18 Jahren und Studenten)

Der gebürtige Rostocker Otto Weidt ist kein Unbekannter. In Berlin erinnert heute sogar ein Museum an ihn. Weidt steht vor allem wegen seiner Hilfe für verfolgte jüdische Mitbürger in der Zeit des Nationalsozialismus im Fokus der öffentlichen und historischen Betrachtung. Weniger bekannt ist dagegen ein früheres Kapitel im Leben Weidts: In der Kaiserzeit war er in der anarchistischen Arbeiterbewegung aktiv und wurde von der Politischen Polizei überwacht. Den Ideen und Idealen des Anarchismus blieb er auch in späteren Jahren verbunden. Zeitlebens war er demnach ein strikter Gegner des Militarismus, Nationalismus und staatlicher Bevormundung.
In seiner biographischen Studie nähert sich Robert Kain zunächst dem Anarchisten Weidt. Darüber hinaus werden dessen Militärdienstzeit, Ehen, Scheidungen und auch seine Erblindung um 1924 und der daraus resultierende Weg zum Bürstenmacher beleuchtet. Einen Schwerpunkt der Untersuchung stellen natürlich die Ausführungen zu den Weidt'schen Hilfsaktionen für verfolgte jüdische Mitmenschen zu Beginn der 1940er Jahre dar. Hierbei bewegte sich Weidt in einem weit verzweigten Hilfsnetzwerk für NS-Verfolgte.
Robert Kain wird in seinem Vortrag die wichtigsten Ergebnisse seiner Forschungsarbeit vorstellen. In einer anschließenden Diskussionsrunde besteht die Möglichkeit, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen.


Otto Weidt, um 1943-44, Quelle - Gedenkstätte Deutscher Widerstand




Aktuelle Ausstellung:
"Das Musikerpaar Hanning Schröder und Cornelia Auerbach"
26. Oktober 2017 - 4. April 2018

Die Ausstellung im Max-Samuel-Haus zeigt Leben und Werk der beiden Künstler Cornelia (1900-1997) und Hanning Schröder (1896-1987).
Cornelia Auerbach erlernte früh das Klavierspiel und erhielt später Unterricht bei Max Reger. Sie gilt als erste promovierte Musikwissenschaftlerin Deutschlands. 1900 in Breslau geboren, heiratete sie nach dem Studium und ihrer Promotion 1929 den Komponisten Hans Schröder. Er war der jüngste Sohn des Schiffskapitäns und späteren Kalkbrennereibesitzers Robert Schröder aus Rostock.
Die Nationalsozialisten verboten beiden ab 1933, ihre Berufe auszuüben – Cora, weil sie sie als Jüdin verfolgten, Hanning, weil er moderne, als „entartet“ verfemte Musik komponierte.
Cora Schröder tauchte mit der gemeinsamen Tochter Nele unter. Dank des Darguner Pastors Rienau konnten sie ab 1943 mit einer Tarnidentität als Organistin und Chorleiterin unentdeckt überleben. Hanning Schröder versteckte 1944/45 das jüdische Ehepaar Rewald in seinem Berliner Haus. Aus diesem Grund ehrte die Gedenkstätte Yad Vaschem Hanning Schröder 1978 als „Gerechten unter den Völkern“.


Plakat Ausstellung: Das Musikerpaar Hanning Schröder und Cornelia Auerbach


Allgemeine Informationen zur Ausstellung


Ausstellungszeitraum: 26. Oktober 2017 - 4. April 2018
   
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 10.00 - 16.00 Uhr und nach Absprache
   
Führungen: Dienstag, 20.03.2018 um 17.00 Uhr
   
Kuratoren: Steffi Katschke, Dr. Ulf Heinsohn
   
Eintritt: zur Ausstellung: 3,-€ • bei Führungen: 5,-€
  (für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren freier Eintritt)
   
  Führungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich. Bitte sprechen Sie uns an!


 
 
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