Aufgrund eines technischen Problems, finden Sie das Programm der Kulturtage nicht auf der Seite der Jüdischen Gemeinde Rostock, sondern hier.
Das Festival für jüdische Kunst und Kultur feiert sein Jubiläum mit zehn Veranstaltungen an neun Orten!
Wer hätte das gedacht, wir feiern unser Jubiläum. Die Jüdischen Kulturtage in Rostock finden zum 10. Mal statt. Im Judentum und in der jüdischen Kultur spielt die Zahl 10 eine große Rolle. Unsere Gelehrten sagen, nur die Zahlen 3 und 7 seien noch wichtiger als die 10. Bekanntlich sind es 10 Gebote, die Mosche auf dem Berg Sinai von Gott erhielt und für ein gemeinsames Gebet brauchen wir 10 jüdische Männer, einen Minjan. Und eine Stadt gilt übrigens als groß, wenn es zu Purim mindestens 10 Personen gibt, die zu dem Fest gerade ohne Beschäftigung sind und deshalb zum Lesen der Esther-Rolle in die Synagoge gerufen werden können.
Rückblickend auf die zehn Jahre, in denen wir das Festival durchführen konnten, kann ich sagen, dass sich unsere Rostocker jüdischen Kulturtage trotz des nicht ganz einfachen Starts im Jahr 2016 etabliert haben. Die Veranstaltungen sind überwiegend gut besucht. Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt bewerben sich, um auftreten zu können.
Als Organisatoren möchten wir in erster Linie unseren Rostockerinnen und Rostockern, aber auch den Gästen unserer Stadt ein abwechslungsreiches Programm bieten und auch immer etwas zum Nachdenken. Wir als Gemeinde hätten das Alles nie alleine geschafft. Deshalb richte ich meinen aufrichtigen Dank an die Förderer, speziell den Zentralrat der Juden in Deutschland, das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie unsere liebgewonnenen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner.
Ich läute nun also die Glocke und lade Sie alle recht herzlich zu unseren Veranstaltungen ein.
Juri Rosov, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Rostock
Montagskino der Böll-Stiftung „A Letter for David“
2013 spielten David Cunio und sein Zwillingsbruder Eitan die Hauptrollen in Tom Shovals Spielfilm „Youth“. David Cunio wurde am 7. Oktober 2023 von der Hamas aus dem Kibbuz Nir Oz entführt. Eine Widmung an die beiden Brüder, eine persönliche Bestandsaufnahme aus einer Gegenwart, in der nichts mehr so wird, wie es einmal war.
In „Youth“, der 2013 beim Berlinale-Panorama seine Welturaufführung hatte, geht es um zwei Brüder aus einer verarmenden Familie, die, um wieder zu Geld zu kommen, eine junge Frau entführen. Hinter der vielseits bemühten motivischen Parallele zwischen der damaligen Fiktion und der heutigen Realität entfaltet Tom Shoval ein puzzleartiges Panorama aus Erinnerung und Mahnung, Dokumentation und Reflexion. Wer sind David und Eitan Cunio, die er damals als Laiendarsteller entdeckte? Was machte die beiden für ihn so besonders, und was ist das Besondere an der Beziehung der beiden Brüder zueinander? Zwischen Behind-the-Scenes-Material und Familienfotos, der fiktionalen Handlung von damals und der mörderischen Realität von heute teilt sich die persönliche Botschaft eines Filmemachers mit, der, wie wir alle, emotional nicht fassen kann, was da passiert. Zwischen Liebeserklärung und Trauerarbeit, zwischen dem Lachen beim Casting und den Tränen der Verzweiflung entfaltet sich die Bestandsaufnahme eines Heute, mit dem wir nicht gerechnet haben, und wenn, dann nur in der Fiktion.(Hinweis: Sprache: Hebräisch, Untertitel: Deutsch und Englisch)
Gefördert durch den Zentralrat der Juden in Deutschland.
Vorverkauf unter www.liwu.de
Informationen zu Einzelveranstaltungen sind bei den jeweiligen Partnerorganisationen eingestellt. Der Hauptveranstalter, die Jüdische Gemeinde Rostock, kann in diesem Jahr aus technischen Gründen nur telefonisch unter 0381/4590724 Auskunft geben. Sollte es nicht anders ausgewiesen sein, erfolgt der Vorverkauf über mvticket.de/Pressezentrum und die dort angeschlossenen Vorverkaufsstellen, z.B. in den Tourismuszentralen. Alle Veranstaltungen innerhalb der Jüdischen Kulturtage in Rostock sind öffentlich und können daher in Bild und Ton zu PR-Zwecken aufgezeichnet werden.
Die Jüdische Gemeinde Rostock behält sich vor, im Rahmen ihres Hausrechtes beim Einlass zu Veranstaltungen im Gemeindezentrum Kontrollen vorzunehmen, für mitgebrachte Taschen gilt eine maximale Größe von DIN A4.

