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Telefon: 0381 492 32 09

Die Stiftung

Die Stiftung „Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock“ bewahrt jüdische Geschichte in Rostock, setzt sich für Bildung zum jüdischen Leben ein und bietet dafür vielfältige Angebote im Max-Samuel-Haus.

Selbstverständnis und Zweck der Stiftung

Der Stiftungszweck setzt sich aus den folgenden Punkten zusammen:

Diese Stiftungszwecke verwirklichen wir durch Bildungsangebote, Forschungsarbeiten, sowie durch unseren Ausstellungs- und Veranstaltungsbetrieb, etwa:

Geschichte der Stiftung

Bereits zu DDR-Zeiten begann der Rostocker Archivar Frank Schröder (1958-2014) die jüdische Geschichte Rostocks systematisch zu erforschen. Neben der Recherche im Stadtarchiv suchte er auch Austausch mit anderen Engagierten, die ebenso die jüdische Geschichte der Hansestadt aufarbeiten wollten. Unter dem Dach der evangelisch-lutherischen Kirche Mecklenburgs entstand die „Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum“.

Einige ihrer Mitglieder hielten über Jahre hinweg Kontakt zu Jüdinnen und Juden, die zur Zeit des Nationalsozialismus aus Rostock fliehen mussten. So konnten Interviews geführt und die Archivbestände um persönliche Erinnerungen, Objekte und Dokumente ergänzt werden. Aus seinen Forschungen ging 1988 die erste grundlegende Veröffentlichung hervor: „Zwischen Emanzipation und Vernichtung: Zur Geschichte der Juden in Rostock“.  Die Publikation erreichte auch Überlebende im Ausland, darunter Herbert Samuel in England, den Sohn Max Samuels.

Frank Schröder mit Exkursionsteilnehmer:innen auf einem Jüdischen Friedhof, Anfang der 1990er

Mit der Friedlichen Revolution 1989 eröffnete sich eine neue Perspektive. Die Idee entstand, die Forschungsergebnisse in einem authentischen historischen Ort zu präsentieren: in der ehemaligen Villa der jüdischen Familie Samuel am Schillerplatz. Im Januar 1990 gründeten Frank Schröder und einige Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft die „Vereinigung für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock e.V.“, die im Juni desselben Jahres offiziell im Vereinsregister eingetragen wurde.

Ilse und Herbert Samuel, 1992

Nach 1989 hatte Herbert Samuel die Möglichkeit, sein Elternhaus am Schillerplatz 10 zurückzuerhalten – seit etwa 1955 befand sich eine Kinderkrippe darin. Zwischen ihm und Frank Schröder entwickelte sich ab Februar 1991 ein intensiver persönlicher Austausch. Gemeinsam entstand der Plan, das Haus der Vereinigung zur Verfügung zu stellen.

Im Juli 1991 konnte sie einen ersten Raum der Villa beziehen. Wenige Wochen später, am 22. August 1991, übergab Herbert Samuel die Villa an die sich in Gründung befundene Stiftung „Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock“.

Das Max-Samuel-Haus entsteht

Am 2. September 1991, dem 49. Todestag Max Samuels, trat der Stiftungsvorstand zu seiner ersten Sitzung zusammen. Die Kinderkrippe zog aus. Am 2. Oktober wurde die Villa offiziell ihrer neuen Bestimmung übergeben und trägt seither den Namen Max-Samuel-Haus.

Heute ist das Max-Samuel-Haus ein lebendiger Ort der Begegnung, der Forschung, der Bildung und des kulturellen Austauschs. Die Stiftung bewahrt hier nicht nur das Andenken an Max Samuel, sondern auch die vielfältige jüdische Geschichte Rostocks – und macht sie für kommende Generationen erfahrbar.

Das Max-Samuel-Haus am Schillerplatz 10 heute
Foto: Sven Tetzlaff

Der Stiftungsvorstand

Der Stiftungsvorstand besteht derzeit aus 4 ehrenamtlich tätigen Personen. Sie werden alle 4 Jahre von der Mitgliederversammlung des Fördervereins gewählt. Dabei wird ein Mitglied von der Hanse- und Universitätsstadt entsendet.

Die aktuellen Mitglieder sind

Vorsitzender

Ulrich Bongertmann

Stellv. Vorsitzende

Ulrike Oschwald

Beisitzer

Kay Herrmann

Vertreter der Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Dr. Chris von Wrycz Rekowski

Sie wurden im Mai 2022 ordentlich gewählt.

Das Kuratorium

Das Kuratorium arbeitet ehrenamtlich und besteht derzeit aus 3 Personen, die durch die Mitgliederversammlung des Fördervereins für eine Amtszeit von 4 Jahren gewählt werden.

Die aktuellen Mitglieder sind

Vorsitzender

Jochen Bruhn

Stellv. Vorsitzende

Almuth Wagner-Davidsmeyer

Beisitzer

Ulf Kringel

Sie wurden im Mai 2022 ordentlich gewählt.

Organisation, Unterstützen und Kontakt

Unsere Stiftung trägt den Namen „Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock“ und hat ihren Sitz in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Sie ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts und gemeinnützig.

Wie Sie uns erreichen

Sie erreichen uns während unserer Bürozeiten von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr.

Telefonisch: 0381 49 23 209
Persönlich: Vor Ort am Schillerplatz

Max-Samuel-Haus
Schillerplatz 10
18055 Rostock

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Die Büroräume finden Sie in der 1. Etage des Max-Samuel-Hauses.

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