Die Stiftung „Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock“ bewahrt jüdische Geschichte in Rostock, setzt sich für Bildung zum jüdischen Leben ein und bietet dafür vielfältige Angebote im Max-Samuel-Haus.
Der Stiftungszweck setzt sich aus den folgenden Punkten zusammen:
Diese Stiftungszwecke verwirklichen wir durch Bildungsangebote, Forschungsarbeiten, sowie durch unseren Ausstellungs- und Veranstaltungsbetrieb, etwa:
Bereits zu DDR-Zeiten begann der Rostocker Archivar Frank Schröder (1958-2014) die jüdische Geschichte Rostocks systematisch zu erforschen. Neben der Recherche im Stadtarchiv suchte er auch Austausch mit anderen Engagierten, die ebenso die jüdische Geschichte der Hansestadt aufarbeiten wollten. Unter dem Dach der evangelisch-lutherischen Kirche Mecklenburgs entstand die „Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum“.
Einige ihrer Mitglieder hielten über Jahre hinweg Kontakt zu Jüdinnen und Juden, die zur Zeit des Nationalsozialismus aus Rostock fliehen mussten. So konnten Interviews geführt und die Archivbestände um persönliche Erinnerungen, Objekte und Dokumente ergänzt werden. Aus seinen Forschungen ging 1988 die erste grundlegende Veröffentlichung hervor: „Zwischen Emanzipation und Vernichtung: Zur Geschichte der Juden in Rostock“. Die Publikation erreichte auch Überlebende im Ausland, darunter Herbert Samuel in England, den Sohn Max Samuels.
Mit der Friedlichen Revolution 1989 eröffnete sich eine neue Perspektive. Die Idee entstand, die Forschungsergebnisse in einem authentischen historischen Ort zu präsentieren: in der ehemaligen Villa der jüdischen Familie Samuel am Schillerplatz. Im Januar 1990 gründeten Frank Schröder und einige Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft die „Vereinigung für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock e.V.“, die im Juni desselben Jahres offiziell im Vereinsregister eingetragen wurde.
Nach 1989 hatte Herbert Samuel die Möglichkeit, sein Elternhaus am Schillerplatz 10 zurückzuerhalten – seit etwa 1955 befand sich eine Kinderkrippe darin. Zwischen ihm und Frank Schröder entwickelte sich ab Februar 1991 ein intensiver persönlicher Austausch. Gemeinsam entstand der Plan, das Haus der Vereinigung zur Verfügung zu stellen.
Im Juli 1991 konnte sie einen ersten Raum der Villa beziehen. Wenige Wochen später, am 22. August 1991, übergab Herbert Samuel die Villa an die sich in Gründung befundene Stiftung „Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock“.
Am 2. September 1991, dem 49. Todestag Max Samuels, trat der Stiftungsvorstand zu seiner ersten Sitzung zusammen. Die Kinderkrippe zog aus. Am 2. Oktober wurde die Villa offiziell ihrer neuen Bestimmung übergeben und trägt seither den Namen Max-Samuel-Haus.
Heute ist das Max-Samuel-Haus ein lebendiger Ort der Begegnung, der Forschung, der Bildung und des kulturellen Austauschs. Die Stiftung bewahrt hier nicht nur das Andenken an Max Samuel, sondern auch die vielfältige jüdische Geschichte Rostocks – und macht sie für kommende Generationen erfahrbar.
Der Stiftungsvorstand besteht derzeit aus 4 ehrenamtlich tätigen Personen. Sie werden alle 4 Jahre von der Mitgliederversammlung des Fördervereins gewählt. Dabei wird ein Mitglied von der Hanse- und Universitätsstadt entsendet.
Die aktuellen Mitglieder sind
Sie wurden im Mai 2022 ordentlich gewählt.
Das Kuratorium arbeitet ehrenamtlich und besteht derzeit aus 3 Personen, die durch die Mitgliederversammlung des Fördervereins für eine Amtszeit von 4 Jahren gewählt werden.
Die aktuellen Mitglieder sind
Sie wurden im Mai 2022 ordentlich gewählt.
Unsere Stiftung trägt den Namen „Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock“ und hat ihren Sitz in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Sie ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts und gemeinnützig.
Sie erreichen uns während unserer Bürozeiten von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr.
Max-Samuel-Haus
Schillerplatz 10
18055 Rostock
Die Büroräume finden Sie in der 1. Etage des Max-Samuel-Hauses.
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Mit Ihrer Spende fördern Sie unsere Bildungsangebote, Ausstellungen, Forschungsprojekte und Erinnerungsarbeit.
Ihre Unterstützung hilft uns, jüdische Geschichte in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern sichtbar zu machen und dauerhaft zu bewahren.
Auf Wunsch stellen wir Ihnen gern eine Spendenbescheinigung aus.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Sie möchten uns regelmäßig unterstützen? Dann wäre auch eine Fördermitgliedschaft in unserem Verein eine Möglichkeit.
Max-Samuel-Haus
Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock
Schillerplatz 10
18055 Rostock
Ausstellung
Dienstag – Freitag
10–16 Uhr
und nach Vereinbarung
Bürozeiten
Montag–Freitag
9–16 Uhr
und nach Vereinbarung
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