Konzert mit dem Ensemble WAKS – Sofias Reisen
Der Verein der Freunde und Förderer des Max-Samuel-Hauses e. V. wurde 1990 gegründet und begleitet seitdem engagiert die Arbeit des Max-Samuel-Hauses. Er leistet dabei nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern bringt sich ebenso ideell und tatkräftig in vielfältiger Weise ein.
Mit großem Einsatz initiiert und realisiert der Förderverein regelmäßig Veranstaltungen, Exkursionen und Aktionen, die das Vereinsleben lebendig machen und die Arbeit des Hauses unterstützen und bereichern. Zentrales Projekt des Vereins ist das Denksteinprojekt, das in vielen Städten unter dem Namen „Stolpersteine“ bekannt ist und einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur leistet.
Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen über unsere Arbeit.
Der Förderverein des Max-Samuel-Hauses Rostock engagiert sich seit vielen Jahren für die Förderung von jüdischer Geschichte und Kultur in Rostock und gestaltet aktiv die Erinnerungskultur in der Hansestadt. Ziel des Vereins ist es, die Arbeit des Max-Samuel-Hauses nachhaltig zu unterstützen und seine Bedeutung als Ort des Gedenkens und der Begegnung weiter zu stärken.
Ein zentraler Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist die finanzielle Unterstützung vielfältiger Veranstaltungen im Max-Samuel-Haus Rostock. Dazu zählen Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Vorträge sowie Zeitzeug:innengespräche. Diese Formate leisten einen wichtigen Beitrag zur historischen Bildung und fördern den gesellschaftlichen Dialog über Vergangenheit und Gegenwart.
Neben der Förderung bestehender Angebote initiiert der Förderverein Rostock auch eigene Projekte, Veranstaltungen und Exkursionen. Mit großem Engagement schafft der Verein lebendige Zugänge zur Geschichte und stärkt die regionale Erinnerungskultur.
Zentrales Projekt des Vereins ist das Denksteinprojekt, das vielerorts unter dem Namen „Stolpersteine“ bekannt ist.
Ziel ist es, den Rostocker Jüdinnen und Juden, die zur Zeit des Nationalsozialismus deportiert und ermordet oder in den Freitod getrieben wurden, zu gedenken. Die Denksteine werden an der Adresse des letzten bekannten Wohnortes verlegt und machen die Schicksale so im Stadtbild sichtbar. Seit 2001 widmet sich der Förderverein des Max-Samuel-Hauses intensiv der Recherche der Biografien sowie der Organisation und Umsetzung der Denksteinverlegungen in Rostock.
Unterstützen Sie die Arbeit des Fördervereins dauerhaft oder wirken Sie selbst aktiv mit. Mit Ihrer Mitgliedschaft fördern Sie wichtiges Erinnern, historische Bildung und machen unsere Projekte sowie eine lebendige Vereinsarbeit im Max-Samuel-Haus erst möglich.
Mehr erfahrenJüdische Geschichte und Kultur in Rostock lebendig zu halten, ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Unsere Arbeit – von Ausstellungen bis zur Pflege der Denksteine – wird erst durch finanzielle Unterstützung verlässlich planbar. Wenn Sie uns dabei unter die Arme greifen möchten: Jeder Beitrag hilft uns unkompliziert vor Ort weiter.
Jetzt spendenDer Förderverein des Max-Samuel-Hauses Rostock lädt regelmäßig zu vielfältigen Veranstaltungen, Projekten und Exkursionen ein und gestaltet aktiv die Erinnerungskultur in Rostock. Entdecken Sie hier unsere nächsten Termine und erleben Sie unsere Vereinsarbeit hautnah!
Werfen Sie einen Blick auf die Höhepunkte der vergangenen Jahre. Der Rückblick gibt Ihnen einen kompakten Überblick über ausgewählte Projekte, Veranstaltungen und Meilensteine des Fördervereins.
Konzert mit dem Ensemble WAKS – Sofias Reisen
Denksteineinweihung für Benjamin Lautmann und Käthe Hirsch
Neugestaltung der Homepage des Max-Samuel-Hauses
Friedhofspflege: Grabsteinreinigung auf dem jüdischen Friedhof im Lindenpark (in Kooperation mit der Uni Rostock und der Jüdischen Gemeinde Rostock)
Denksteinverlegung für Horst David
Denksteinverlegung für Anna Becker
Exkursion „Auf (un-)sichtbaren jüdischen Spuren jüdischen Lebens in MV“ nach Wismar und Neubukow
Vortrag: „Wienerbarn“ – Die norwegische Rettungsaktion jüdischer Kinder aus Wien 1938/1939 (Christine Meibeck)
Denksteinreinigung anlässlich des internationalen Holocaustgedenktages




Veröffentlichung: Neue Denksteinbroschüre zu den Denksteinen in Rostock
Buchvorstellung: Esthers Spuren. Die Geschichte der Shoa-Überlebenden Esther Bejarano und der Kampf gegen Rechtsextremismus (Benet Lehmann)
Denksteinverlegung für Anszel und Basia Nowak und ihren Kindern Chaja, Leib, Fanni und Isaak
Vortrag: Schiffe voller Hoffnung und Verzweiflung: Die Vertreibung deutscher Jüdinnen und Juden aus NS-Deutschland und ihre maritimen Fluchtwege und Erfahrungen, 1933–1945 (Björn Siegel)
Denksteinverlegung für Henny Hirsch
Buchvorstellung: Judenhass. Eine Geschichte ohne Ende? (Sebastian Voigt)
Vortrag: Einführung in die Onlineausstellung „Erinnerungsort Wulkow – ein Außenlager des Ghettos Theresienstadt“ (Nils Weigt)
Exkursion nach Heiligengrabe und Bad Wilsnack
Denksteinverlegung für Gertrud Prager
Denksteinreinigung anlässlich des internationale Holocaustgedenktages


Denksteinverlegungen: Familie Kalb, Bernhard Borhardt und Johanna Salomon, geb. Bernhard
Konzert des WAKS-Ensembles im Rahmen der jüdischen Kulturtage
Film: Ernst Heinkel – Ein Traum vom Fliegen
[Gedenkstättenfahrt zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme (Hamburg)]
Denksteinreinigung anlässlich des Holocaustgedenktages 2023
Führung durch die Ausstellung „Heinkel in Rostock“ im Kulturhistorischen Museum Rostock


Denksteinverlegungen: Lilli und Günther Brann, Paula Bayer, geb. Nathan
Workshop: War (Ur-)Opa Nazi? Umgang mit NS-Täter:innenschaft in Familie und Gesellschaft (im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus 2022 der AAS)
Vortrag: Abgelehnt! Zulassungsanträge „nichtarischer“ Bewerberinnen für ein Chemiestudium in Rostock im Nationalsozialismus (Hannes Christen) (im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus 2022 der AAS)
[Exkursion nach Halberstadt]
[Vereinsfahrt/Exkursion] nach Sternberg mit Prof. Dr. Kristin Skottki
Denksteinreinigung anlässlich des Holocaustgedenktages 2022
Denksteinverlegung für Bruno Gimpel, Johanna (geb. Baumgarten) und Louis Simon, Richard Siegmann
Veröffentlichung eines Faltblatts zu den Denksteinen in Rostock
Der Förderverein des Max-Samuel-Hauses in Rostock blickt auf eine langjährige Geschichte zurück. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung, das Wirken und die kontinuierliche Unterstützung für Erinnerungskultur und Bildungsarbeit in Rostock.
Ende der 1970er Jahre begannen Historiker:innen, sich mit der Rostocker jüdischen Geschichte zu beschäftigen. Sie recherchierten in Archiven und sichteten Dokumente. Zudem knüpften sie Kontakte zu Jüdinnen und Juden, die in der Hansestadt gelebt und die Shoah überlebt hatten, in den 1980er Jahren aber weltweit an verschiedenen Orten lebten.
1982 erschienen erste Zeitungsartikel, die das Thema in die Öffentlichkeit brachten. Besonders der Archivar und Historiker Frank Schröder (1958–2014) prägte diese frühe Phase mit öffentlichen Vorträgen und einer intensiven publizistischen Arbeit. Seine Artikelserie zur jüdischen Geschichte Rostocks in den Norddeutschen Neuesten Nachrichten (1986) legte den Grundstein für das bedeutende Standardwerk „Zwischen Emanzipation und Vernichtung. Zur Geschichte der Juden in Rostock“ (1988, Ingrid Ehlers und Frank Schröder).
Ein zentraler Bestandteil dieser Aufarbeitung waren Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die mit persönlichen Erinnerungen, Dokumenten und Interviews entscheidend zur historischen Rekonstruktion beitrugen.
Eine besondere Rolle spielte der israelische Historiker Ya’akov Zur (1924–2013), geboren in Rostock als Alfred Zuckermann. Er vermittelte Kontakte zu anderen Überlebenden, berichtete bei seinen Besuchen in Rostock und der Region und sprach in Vorträgen über sein Leben im religiösen Kibbutz Ein HaNetziv, den Holocaust, Israel und den Zionismus.
Aus dem wachsenden gesellschaftlichen Interesse heraus formierte sich 1990 eine engagierte Initiative, die sich der Erinnerung und Aufklärung widmete, vor allem aus Mitgliedern des Arbeitskreises Kirche und Judentum der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Am 11. Juni 1990 gründeten sie die „Vereinigung für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock e. V.“ – mit dem Ziel, jüdisches Leben sichtbar zu machen und aktiv gegen Antisemitismus zu wirken.
Der erste Vorstand bestand aus Frank Schröder (Vorsitz), Pastor Dr. Fred Mahlburg (stellvertretender Vorsitz) und Christiane Niemann (Schriftführerin). Der Verein, mit Sitz in der August-Bebel-Straße 100, etablierte sich schnell als wichtige Bildungs- und Begegnungsplattform in der Stadt und organisierte unter anderem Lehrerfortbildungen sowie Veranstaltungen für Schüler:innen. Im Sommer 1990 regte er eine öffentliche Diskussion über die Entschädigung jüdischer Opfer des Nazi-Regimes an, einschließlich der Zurückgabe von Immobilien an die Jüdinnen und Juden.
Mit dem Zuzug jüdischer ‚Kontingentflüchtlinge‘ aus der ehemaligen Sowjetunion im Jahr 1990 entstand ein neuer Bedarf an Unterstützung und Austausch. Der Verein richtete in der August-Bebel-Straße eine Beratungsstelle ein, die praktische Hilfe bei Integration, Alltag und Orientierung bot.
Gleichzeitig wuchs der politische Wille, einen festen Ort für Erinnerung und Forschung zu schaffen. Auf Initiative des Vereins rief die Hansestadt Rostock 1991 die Stiftung „Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock / Max-Samuel-Haus“ ins Leben. Die Hansestadt sowie das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützten das Haus von Beginn an kontinuierlich.
Auch die Familie Samuel trug entscheidend dazu bei: Herbert Samuel übertrug den Anspruch auf das Elternhaus auf die Stiftung und machte damit den Weg für einen dauerhaften Erinnerungsort frei.
1993 definierte sich die Vereinigung neu und änderte ihren Namen in Verein der Freunde und Förderer des Max-Samuel-Hauses e.V. Damit wurde die enge Verbindung zum entstehenden Max-Samuel-Haus sichtbar und der Grundstein für die heutige Arbeit gelegt.
Mit dieser Neuausrichtung begann eine neue Phase des Engagements: Der Förderverein entwickelte sich zu einer tragenden Säule des Max-Samuel-Hauses und setzte sich seitdem gezielt dafür ein, die Erinnerungskultur, Bildung und Begegnung in Rostock lebendig zu gestalten.
Leitung des Vorstandes, Denksteinprojekt, Repräsentation
Mitgliederregister, Denksteinprojekt, Repräsentation
Finanzen, Organisation der Exkursionen und Vereinsveranstaltungen|
Denksteinprojekt, Organisation der Exkursionen und Vereinsveranstaltungen
Protokollieren der Vorstands- und Mitgliederversammlungen, Unterstützung bei Vereinsveranstaltungen
Max-Samuel-Haus
Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock
Schillerplatz 10
18055 Rostock
Ausstellung
Dienstag – Freitag
10–16 Uhr
und nach Vereinbarung
Bürozeiten
Montag–Freitag
9–16 Uhr
und nach Vereinbarung
Bankverbindung:
Ostseesparkasse Rostock
IBAN:
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