Eingangsbild

22.01.2026

Eine Kooperationsveranstaltung des Max-Samuel-Hauses und der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaft der Staatssicherheit Rostock in Trägerschaft der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.
Buchvorstellung
Alexander Walther: Die Shoa und die DDR
Mittwoch, 25. Februar 2026 um 18.30 Uhr
Eintritt: Frei (wir freuen uns über Spenden)

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Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? Wie konnten jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen angesichts eines staatlich forcierten Antifaschismus verhandelt und artikuliert werden?
In seiner Buchvorstellung geht der Historiker Alexander Walther diesen Fragen nach. Ausgehend von Nachlässen und Egodokumenten sowie von Arbeiten u.a. von Arnold Zweig oder Heinz Knobloch zeigt er die Handlungsoptionen und Motivationen jüdischer, vereinzelt auch nichtjüdischer Akteure und Akteurinnen. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen eigensinnigem Handeln und teils parteiloyalen, mitunter schmerzhaften Zugeständnissen an den Staat untersucht.

Alexander Walther studierte Geschichte und Englisch für das Lehramt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt und wurde 2023 mit einer Arbeit über die Erinnerung an die Shoah in der DDR in Jena promoviert. Seit 2023 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt "Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026" am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz.